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Wir über uns

Mit der Gründung des Landesbetriebes sollte eine stärkere Bündelung von Untersuchungsleistungen in Hessen erreicht werden. Im Bereich der Veterinärmedizin wurde die in den 1990er Jahren auf 3 Untersuchungseinrichtungen verteilte tierärztliche Kompetenz auf nunmehr nur noch einen Standort (Gießen) mit einer Nebenstelle in Kassel gebündelt.

Unser Auftrag

Anzeige- und meldepflichtige Tierkrankheiten stellen in erster Linie eine Gefahr für die Tiergesundheit und letztlich auch für die menschliche Gesundheit (Zoonosen) dar und/oder verursachen einen hohen ökonomischen Schaden. Daher unterstützen wir vorrangig die Prävention dieser besonderen Erkrankungen. Bei Krankheitsverdacht sowie bei Ausbrüchen von Tierseuchen ist die schnelle und sichere Diagnostik essenzielle Voraussetzung für deren wirksame Bekämpfung.

Mit unseren Untersuchungen unterstützen wir die Landwirtschaft in ihrem Bestreben um gesunde Tierbestände. Wir leisten einen wichtigen Beitrag zur Lebensmittelsicherheit auf der Stufe der Urproduktion und unterstützen damit den gesundheitlichen Verbraucherschutz. So werden Tierkrankheiten nicht nur frühzeitig erkannt, sondern können gegebenenfalls einer möglichst gezielten Behandlung zugeführt werden. Dies beugt unnötigem Antibiotikaeinsatz vor und kann helfen die eingesetzte Menge an Chemotherapeutika zu reduzieren und den gezielten Einsatz dieser Wirkstoffe zu fördern. Somit wirken unsere Untersuchungen der Entwicklung resistenter Bakterienpopulationen entgegen.

Die Abteilung Veterinärmedizin beschäftigt sich auch mit tierschutzrechtlichen Fragestellungen wie beispielsweise beim Transport von Tieren, Tierhandel und der Tierhaltung sowie der sachgerechten Tötung von Tieren.

Was untersuchen wir?

Die Abteilung Veterinärmedizin untersucht Tierkörper, Gewebeproben, Blut-, Milch- und Kotproben, gegebenenfalls auch andere Proben aller Tierarten, wie Haus-, Wild- und Zootiere einschließlich Fische und Bienen. Die Untersuchungen erfolgen im Rahmen der Diagnostik auf anzeigepflichtige Tierseuchen (z.B. BHV1, BSE, Schweinepest), Zoonosen (z.B. Tollwut, Salmonellen-Infektionen), meldepflichtige Tierkrankheiten, aber auch in allen anderen Krankheits- und Todesfällen zur Ursachenfeststellung. Das in der Regel von den Tierhaltern selbst, von praktizierenden Tierärzten, von Amtstierärzten aber auch von anderen Behörden und Institutionen eingesandten Untersuchungsmaterial wird in den Fachgebieten Pathologie und Parasitologie, Mikrobiologie sowie Virologie und Serologie untersucht, wobei eine sich an den wissenschaftlichen Erfordernissen orientierende Diagnostik immer gewährleistet ist.

Unsere Qualifikationsmerkmale

Unsere Abteilung ist nach DIN EN ISO/lEe 17025:2005 akkreditiert. Für die Untersuchungen, ebenso wie für die Beurteilungen der Untersuchungsergebnisse, stehen Fachtierärzte verschiedener Disziplinen zur Verfügung. Sie werden von Technischen Assistenten/-innen und Laboranten/innen maßgeblich unterstützt. Verwaltungsassistenten/-innen sorgen für eine reibungslose Probenadministration sowie eine schnelle Befundübermittlung, auch mit modernen Kommunikationstechniken. In den Tiergesundheitsdiensten stehen den praktizierenden Tierärzten und den Landwirten Fachtierärzte für die jeweilige Tierart unterstützend zur Seite. Die im Außendienst entnommenen Proben werden ebenfalls in den diagnostischen Laboratorien der beiden LHL-Standorte der Abteilung Veterinärmedizin untersucht. Die jährlich zu bewältigende Probenanzahl in der Abteilung Veterinärmedizin beträgt etwa 500.000 Proben/Jahr.

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