Wurstwaren und verschiedene Käsesorten

Tierische Lebensmittel

Das Untersuchungsspektrum für die tierischen Lebensmittel umfasst die chemische Analytik sowie mikrobiologische, histologische, serologische und parasitologische Untersuchungsverfahren, einzeln oder in Kombination.

Zu den Lebensmitteln tierischen Ursprungs gehören folgende Produktgruppen:

  • Fleisch und Fleischerzeugnisse
  • Milch und Milcherzeugnisse
  • Fischereierzeugnisse und Muscheln
  • Eier und Eiprodukte
  • Speiseeis
  • Feinkostsalate und Fertiggerichte mit tierischen Bestandteilen

Einblicke in unser umfangreiches Untersuchungsspektrum

In der chemischen Analytik werden die Lebensmittelproben auf ihre stoffliche Zusammensetzung im Hinblick auf die Gehalte an Inhaltsstoffen und Zusatzstoffen untersucht. Zu den Inhaltsstoffen zählen insbesondere Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette, aber auch Wasser und Kochsalz. Anhand der Ergebnisse werden Verpackungsangaben wie der Name der Produkte (ehemals Verkehrsbezeichnung), die Nährwertdeklaration oder die gesetzlichen Vorgaben wie z.B. die Fettgehaltsstufe bei Käse auf ihre Korrektheit überprüft.

Die hygienische Beschaffenheit von Lebensmitteln wird kontrolliert, um Aussagen zu Frischezustand und Hygienestatus zu erhalten. Die Untersuchung auf das Vorkommen von bakteriellen Krankheitserregern wie Salmonellen, Campylobacter, EHEC oder Listeria monocytogenes und/oder viraler Erreger (z. B. Noroviren) dient hierbei dem gesundheitlichen Verbraucherschutz.

Zur Bestimmung der verarbeiteten Gewebe in Fleischerzeugnissen und Wurstwaren hilft die mikroskopische Untersuchung weiter.

Serologische Methoden werden zur Allergendiagnostik und Tierartendifferenzierung (z.B. keine Kuhmilch in Schafskäse) eingesetzt.

Weiterhin werden auch parasitologische Untersuchungen (z.B. Trichinen) durchgeführt. Trichinellen sind Nematoden (Fadenwürmer), die bei einer Vielzahl von Nutz- und Wildtieren vorkommen können. Bei positiven Trichinennachweis in Trichinenuntersuchungsstellen, werden in unserem Labor Nachuntersuchungen durchgeführt.

Tritt bei der Schlachtung von Tieren der Verdacht auf, dass das Fleisch mit Krankheitserregern wie Salmonellen oder anderen Keimen belastet sein könnte, wird eine sogenannte bakteriologische Fleischuntersuchung veranlasst. Dazu werden am Schlachtkörper Proben von Muskulatur, Organen sowie Lymphknoten entnommen und auf ihren allgemeinen Keimgehalt sowie auf spezielle Krankheitserreger untersucht. Da bei (möglicherweise) erkrankten Tieren damit gerechnet werden muss, dass sie vor der Schlachtung mit Antibiotika behandelt wurden, wird gleichzeitig ein Hemmstofftest durchgeführt, um zu prüfen, ob Rückstände solcher Medikamente nachweisbar sind.

Dienstleistungen

Laborantin mit blauen Handschuhen arbeitet an einem Mikroskop, im Hintergrund ein Bildschirm mit Pflanzenbild, daneben ein Tomate und ein Reagenzglas mit grüner Flüssigkeit sowie drei Untersuchungsaufträge

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