Maisfeld

Futtermittel

Die Qualität von Futtermitteln ist wichtig für die Haltung von Tieren, da sie deren Wachstum und Gesundheit beeinflussen sowie über tierische Lebensmittel auch die Gesundheit des Menschen.

Ernteprodukte und Futtermittel werden untersucht auf:

  • Wertgebende Inhaltsstoffe (z.B. Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren, Vitamine)
  • Getreide (z.B. Sedimentation, Fallzahl, Siebsortierung, Tausendkorngewicht)
  • Gehalte an unerwünschten Stoffen (z.B. Mycotoxine, Schwermetalle, Salmonellen)
  • Zusatzstoffgehalte (z.B. Leistungsförderer, Vitamine, Spurenelemente)

 

Elemente

Weiterhin stehen im LHL unterschiedliche Methoden zur Analyse verschiedener anorganischen Parameter zur Verfügung. Einige Methoden sind sehr spezifisch und können nur auf ein Element angewendet werden, andere Methoden können ein ganzes Spektrum an Elementen quasi simultan erfassen und werden daher als „Multi-Elementmethoden“ bezeichnet.

Mikrobiologie

Die Qualität und der Frischezustand von Futtermitteln wird entscheidend durch ihre mikrobiologische Beschaffenheit bestimmt.

Für die Beurteilung der mikrobiologischen Qualität werden im LHL eine Vielzahl unterschiedlicher qualitativer und quantitativer Bestimmungen von Keimen durchgeführt.

Im Wesentlichen zählen hierzu die Bestimmung der Bakterien- und Pilzkeimzahlen, ergänzt durch quantitative Bestimmungsmethoden von E. coli, Enterokokken und Listerien sowie dem Anreicherungsverfahren von Salmonellen. Die mikrobiologische Untersuchung von Futtermitteln auf Salmonellen ist aus seuchenhygienischer Sicht durch die Gefahr einer Verschleppung in Tierbeständen begründet. Die Übertragung von Salmonellen beim Menschen (Zoonose) erfolgt zwar überwiegend über Lebensmittel, jedoch ist die primäre Quelle von Infektionen oft auf verunreinigte Futtermittel zurückzuführen.

Mykotoxine

Mykotoxine (Pilzgifte) sind natürliche, von Schimmelpilzen gebildete, Sekundärmetabolite. Es handelt sich in der Regel um thermostabile, niedermolekulare oft aromatische Substanzen, welche nur eine geringe antigene Wirkung im tierischen Organismus hervorrufen. Heute kennt man über 350 von diesen, für Mensch und Tier, zum Teil sehr giftigen Substanzen. Pilzbefall kann auf dem Feld, nach der Ernte und während der Lagerung (Lagertoxine) von Futtermitteln auftreten.

Der quantitative Nachweis der Mykotoxine wird entweder mit einer Schnellmethode, dem ELISA (enzyme-linked immunosorbent assay) oder der HPLC (high performance liquid chromatography) durchgeführt. Der Nachweis von Mykotoxinen, durchgeführt mit konventionellen Methoden, setzt eine aufwendige Vorreinigung der Extrakte und eine anschließende quantitative Endbestimmung mittels HPLC und UV- bzw. Fluoreszenzdetektion voraus. Diese Methodik ist auf der einen Seite sehr exakt, andererseits jedoch zeitaufwendig und teuer.

Aufgrund dieser Problematik wird im LHL zusätzlich ein immuncytochemisches Verfahren verwendet, welches ein effizientes Screening auf Deoxynivalenol in Getreideproben ermöglicht. Erhöhte Gehalte von Deoxynivalenol sollten jedoch mit dem exakteren Verfahren (HPLC) verifiziert werden. Dies gilt besonders für die Mykotoxinkonzentrationen, welche sich in den Bereichen der empfohlenen Orientierungswerte befinden.

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