Düngemittel in blauen Säcken

Düngemittel

Die chemisch-analytische Untersuchung von mineralischen, organisch-mineralischen Düngemitteln und Kalken erfolgt nach den VDLUFA- und DIN-Untersuchungsmethoden.

Seit den Arbeiten von Justus von Liebig ist die Bedeutung einer ausbalancierten Düngung mit Makro- und Mikronährstoffen bekannt. Die bedarfsgerechte Versorgung der Kulturbestände mit Pflanzennährstoffen stellt einen wichtigen Erfolgsfaktor für einen guten Vegetationsverlauf und eine ertragreiche Ernte dar.

Mineralische Düngemittel leisten über die schnelle Pflanzenverfügbarkeit einen wichtigen Beitrag um angemessen und schnell auf den Nährstoffbedarf einer Kultur reagieren zu können.

Die chemisch-analytische Untersuchung von mineralischen, organisch-mineralischen Düngemitteln und Kalken erfolgt nach den VDLUFA- und DIN-Untersuchungsmethoden (VDLUFA Methodenbuch Band II.2 Düngemittel und Untersuchungsmethoden der EG-Düngemittelverordnung 2003/2003). Im Auftrag der amtlichen Düngemittelverkehrskontrolle (DVK) in Hessen und an Probeneinsendungen von Landwirten und Düngemittelherstellern erfolgen die Untersuchungen.

Das Untersuchungsangebot umfasst:

  • Bestimmung von Nährstoffen (Makro- und Mikronährstoffe)
  • Bestimmung von Nährstofflöslichkeiten
  • Bestimmung von Schadstoffen
  • Bestimmung der Feuchtigkeit
  • Bestimmung der Siebsortierung
  • Bestimmung der wertbestimmenden Eigenschaften von Kalk

 

Arten von Düngemitteln:

Mineralische Dünger

Mineralische Dünger (Abb. 1) enthalten schnell wirksame Nährstoffe, die in Form von Salzen vorliegen. Für die bedarfsgerechte Düngung der unterschiedlichen Kulturen ist eine umfangreiche Palette von Einnährstoffdüngern bis zu Mehrnährstoffdüngern erhältlich, die vornehmlich die Primärnährstoffe Stickstoff (N), Phosphat (P) und Kalium (K) enthalten und zusätzlich um die Sekundärnährstoffe Schwefel (S), Magnesium (Mg) und Calcium (Ca) ergänzt sein können, sowie auch Spurennährstoffe wie Bor (B), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo) und Zink (Zn) enthalten können.

Die Stärke der Mineraldünger liegt in der leicht löslichen und damit schnell verfügbaren Nährstoffversorgung. Für die Unterscheidung der einzelnen Dünger sind in der Düngemittelverordnung (DüMV) die Düngemitteltypen definiert und die Gehalte an typbestimmenden Bestandteilen festgesetzt.

 

Mineralische Düngemittel
Abb. 1: Verschiedene Mineraldünger: Links Einzelnährstoffdünger (oben Kornkali, unten granulierter Stickstoffdünger). Rechts Mehrnährstoffdünger als Bulk-Blending-Mischdünger, zusammengesetzt aus Einzeldüngern, erkennbar an unterschiedlichen Farben und Korngrößen.

Kalk

Kalk hat eine vielfältige Wirkung auf die Bodenfruchtbarkeit. Durch die Regulierung des Boden pH-Wertes wird die Verfügbarkeit einzelner Nährstoffe beeinflusst. Durch dem Entgegenwirken der Bodenversauerung wird auch das Bodenleben nachhaltig und positiv gefördert.

Kalke sind in der Düngemittelverordnung (DüMV) bezüglich ihrer Typenbezeichnung, Mindestgehalte und Typbestimmenden Bestandteile definiert. Zu den Untersuchungsleistungen für Kalk zählen neben der Bestimmung des Calcium-und Magnesiumcarbonatgehaltes auch der Neutralisationswert und die Reaktivität des Kalkes, sowie dessen Siebduchgang.

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