Es stehen folgende Personen vor dem Haupteingang des Hessischen Landeslabors: Dr. Viola Neuss, Staatssekretär Michael Ruhl, Direktor Hartmut Römer, Abt. 1 Leitung Odeta Spielberger, Abt. 2 Prof. Dr. Tobias Eisenberg und Dr. Claudia Sauerwald

Landesbetrieb Hessisches Landeslabor

Kampf gegen Afrikanische Schweinepest entscheidet sich auch in Gießen

Michael Ruhl, Staatssekretär des Hessischen Landwirtschaftsministeriums, informiert sich über die Arbeit des Landeslabors in Gießen

Seit mehr als einem Jahr bindet die Afrikanische Schweinepest (ASP) eine Vielzahl von Betroffenen in Landwirtschaft, Jagdgemeinschaften und Behörden in Hessen. Ein relevanter Faktor, die ASP-Infektionen weiter erfolgreich eingedämmt zu halten, ist eine schnelle und verlässliche Abklärungsdiagnostik bei Haus- und Wildschweinen.

Mehr als 35.000 Proben wurden seit dem Ausbruch der Tierseuche im Hessischen Landeslabor von den Fachleuten in Gießen analysiert. Jede Probe muss aufwändig für eine Analyse mittels PCR-Test aufbereitet werden, und Fehlbestimmungen müssen sicher ausgeschlossen sein. Denn die ASP ist für Haus- und Wildschweine hochansteckend, in der Regel tödlich und verbreitet sich rasant.

Staatssekretär Ruhl würdigt Engagement

Bei seinem Besuch im Hessischen Landeslabor hebt Staatssekretär Michael Ruhl hervor, dass eine Aufgabe wie die Bekämpfung der ASP nur mit dem außergewöhnlichen Engagement aller Beteiligten bewältigt werden kann: „Ob vor Ort im Wald bei der Kadaversuche, bei der Jägerschaft, in den landwirtschaftlichen Betrieben oder am Labortisch, ohne das große Engagement jedes Einzelnen wäre ein erfolgreicher Kampf gegen die Schweinepest nicht möglich. Die Eindämmung der ASP ist eine große Gemeinschaftsaufgabe und ich danke den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des LHL, die mit ihrem durchgehenden Einsatz daran maßgeblich beteiligt sind“, so Ruhl.

Nach Auskunft von Prof. Dr. Tobias Eisenberg, Leiter der Veterinärmedizin am Hessischen Landeslabor, sind aktuell rund 30 Kolleginnen und Kollegen seines Laborteams mit dem Thema ASP beschäftigt: „Der umfangreiche Einsatz bei der ASP dürfe aber nicht dazu führen, dass andere Aufgaben des Landeslabors in den Hintergrund treten. Der Kampf gegen andere Tierseuchen, der Einsatz für den Tierschutz oder die Unterstützung anderer Behörden in ihrer Arbeit dürfe nicht in den Hintergrund treten“.

Direktor Hartmut Römer sieht das Hessische Landeslabor grundsätzlich gut für seine Aufgaben aufgestellt, wobei die momentane Bekämpfung der ASP sicherlich eine besondere Herausforderung in Bezug auf Probenzahlen und Laborlogistik darstellt: „Mit seinen fünf Standorten in Hessen ist das Landeslabor ein kompetenter Berater und Begleiter für die Unterstützung der Landwirtschaft, ein Garant für eine funktionierende Lebensmittelüberwachung und unterstützt mit seiner Laborkompetenz den Schutz der Umwelt."

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