Eutergesundheitsdienst heute
Der heutige Eutergesundheitsdienst in Hessen besteht aus dem Mastitislabor (Mastitis: Euterentzündung) am LHL (Diagnostik und Beratung) und wird ganz wesentlich von den Außendienst- und Beratungstätigkeiten der Milchhygienetierärzte des Regierungspräsidiums Gießen (Dezernat 51.2) sowie den Sachbearbeitern der Leistungsprüfung Milch des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen (LLH) unterstützt. Dieses enge Netzwerk ist entscheidend für den Erfolg des Eutergesundheitsdienstes und die Verbesserung der Milchqualität in Hessen.
Probenarten
Es werden ganz unterschiedliche Probenarten im spezialisierten Mastitislabor untersucht (Abb. 1). Neben Viertel- und Hälftengemelksproben sind dies Tankmilch- und Milchtupferproben (z.B. Tupfer von Vormelkbechern, Melkzeug oder aus dem automatischen Melksystem (Abb. 2, Abb. 3, Abb. 4)) und in seltenen Fällen auch Eutertücher oder Einstreuproben, um die Ursache der Euterinfektion einzugrenzen und zu beheben. Daneben werden auch Milchroben aus Milch-ab-Hof-Abgabe-Betrieben qualitativ und teils quantitativ auf diverse Erreger untersucht, um Lebensmittelinfektionen zu verhindern (z.B. Untersuchung auf Salmonellen oder Listeria monocytogenes).