Saatgutprobe fraktioniert

Saatgut

Saatgut steht als ein wichtiger und entscheidender Faktor am Anfang jeder ertragreichen Ernte. Für die Prüfung dessen Qualität sind deshalb vielfältige Analysen notwendig.

Für die Untersuchungsleistungen ist das Saatgutlabor akkreditiert durch die „International Seed Testing Association“ (ISTA). Mit dieser Akkreditierung wird die fachliche Kompetenz der Saatgutuntersuchung nach den international genormten Saatgutuntersuchungsmethoden (ISTA-Rules) regelmäßig durch Ringversuche und Audits des Qualitätsmanagements bestätigt.

Saatgut steht als ein wichtiger und entscheidender Faktor am Anfang jeder ertragreichen Ernte. Durch qualitativ hochwertiges Saatgut kann ein hoher Feldaufgang realisiert und eine gute Ausgangsbasis für die anstehende Vegetationsperiode gelegt werden.

Qualitätsanforderungen

Diese Qualitätsanforderungen für Saatgut sind im Sorten- und Saatgutrecht festgeschrieben. Darin sind die Kriterien für die entscheidenden Qualitätsparameter des Saatgutes (Technische Reinheit, Besatz mit anderen Arten und Keimfähigkeit) beschrieben. Entspricht Saatgut u.a. diesen Kriterien, kann eine amtliche Anerkennung erfolgen und das Saatgut gehandelt werden. Für ökologisch erzeugtes Saatgut gelten häufig zusätzliche Qualitätsanforderungen.

Seit 1873 in Hessen Saatgutuntersuchungen

Die Tradition der Saatgutuntersuchung (Abb. 1 ) geht in Hessen bis in das Jahr 1873 zurück, als in der Versuchsstation Darmstadt der Bereich „Untersuchung von Saatwaren“ gegründet wurde. Heute ist die Saatgutuntersuchung in die Abteilung „Landwirtschaft und Umwelt“ des Hessischen Landeslabors eingegliedert. Das Saatgutlabor untersucht Proben der Amtlichen Saatgutuntersuchung zur Anerkennung von Saatgut in Deutschland, Proben des Internationalen Saatgutverkehrs zur Ausfuhr in Drittstaaten und auch private Saatguteinsendungen zur Überprüfung der Qualitätsparameter.

Das Untersuchungsangebot umfasst:

  • Reinheitsuntersuchung
  • Besatzuntersuchung
  • Bestimmung der Zusammensetzung von Saatgutmischungen
  • Bestimmung der Feuchtigkeit
  • Bestimmung der Tausendkornmasse
  • Keimfähigkeitsuntersuchung
  • Kalttestuntersuchung
  • Bestimmung der Siebsortierung
  • Bestimmung der Saatgutgesundheit (Steinbrand)
Fruchtarten bei Saatgut
Abb. 1: Auszug aus dem vielfältigen Spektrum Fruchtarten, die im Saatgutlabor untersucht werden: oberste Reihe von links nach rechts: Weichweizen, Hartweizen, Bohne mittlere Reihe von links nach rechts: Gerste, Hafer, Mais untere Reihe von links nach rechts: Roggen, Raps, Zuckerrüben

Bei der Keimfähigkeitsuntersuchung (Abb. 2) wird die potentielle Keimfähigkeit einer Saatgutpartie ermittelt. Die Untersuchung erfolgt mit Labormethoden unter kontrollierten Bedingungen, die zum Ziel haben eine gleichmäßige, schnelle und vollständige Keimung der Samen zu ermöglichen. Für die Untersuchung gibt es fruchtartspezifische Vorgaben für das Substrat sowie die Temperatur und Dauer der Untersuchung.

Keimfähigkeit von Getreide im Faltenfilter
Abb. 2: Getreideprobe zur Untersuchung der Keimfähigkeit im Faltenfilter in einer Keimschale

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