Weiterhin Wildschweine mit Aujeszkyscher Krankheit in Hessens Wäldern

Bei der Untersuchung von Wildschweinproben aus Hessen wurde bei vier von 110 Proben das Aujeszky (PRV)-Virus nachgewiesen. Erreger der Klassischen Schweinepest sowie der Afrikanischen Schweinepest wurden nicht gefunden.

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Wildschwein

Das Hessische Landeslabor hat Wildschweinproben aus ganz Hessen untersucht, um zu überprüfen, ob Wildschweine in Hessens Wäldern von der Aujeszkyschen Krankheit (AK), der Klassischen Schweinepest (KSP) und der Afrikanischen Schweinepest (ASP) betroffen sind.

In allen Wildschweinproben konnten keine Erreger der KSP und ASp nachgewiesen werden.

Erneut wurde jedoch festgestellt, dass in geringem Umfang Wildschweine am Aujeszky-Virus erkrankt sind, denn von den 110 untersuchten Proben waren vier Proben positiv. Von den positiv getesteten Wildschweinproben stammten je zwei Proben aus dem Odenwaldkreis und dem Vogelsbergkreis.

Bei der AK handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, für die der Mensch nicht empfänglich ist. Für viele Haustiere wie Hund, Katze, Rind oder Pferd verläuft die Krankheit jedoch tödlich.
Bei Hunden erfolgt die Aufnahme des Virus in der Regel über das Maul, also dann, wenn sie virushaltige Organe wie beim Aufbruch von Schwarzwild fressen, Schweiß oder Speichel auflecken oder von einem kranken Tier gebissen werden.

Hunde, die zum Aufspüren von erlegten Wildschweinen eingesetzt werden oder frei umherlaufen, sind deshalb besonders gefährdet. AK-Infektionen bei Jagdhunden sind jedoch bisher eher selten vorgekommen.