Panda-Bären machen Zwischenstopp in der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle Hessen (TGSH) am Frankfurter Flughafen

Der Arbeitsalltag an der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle Hessen (TGSH) am Flughafen Frankfurt am Main ist täglich spannend und vielseitig. Ein ganz besonderes Ereignis war die seit dem 25jährigen Bestehen der TGSH erstmalige Ankunft von zwei Großen Pandas im Dezember 2018.

Auf Stippvisite in der TGSH

Ausgangsort der Reise diese artgeschützten Tiere war Wien, die Landeshauptstadt Österreichs. Dort wurden die Pandabären zunächst zur dortigen Grenzkontrollstelle verbracht. In Frankfurt am Main gelandet, wurden in der TGSH sowohl das Wohlbefinden der Tiere als auch die notwendigen Begleitdokumente, die beispielweise vorgeschriebene Untersuchungen oder Schutzimpfungen enthalten, überprüft.  Aus Wien ist die Tierpflegerin der Pandas mitgereist, um während des Fluges ihre Schützlinge betreuen und versorgen zu können. Dass die Pandas auf ihrer Reise hervorragend umsorgt wurden, ging nicht zuletzt aus der Transportanmeldung hervor. Hier hieß es wörtlich „Catering für Pandas wird mitgebracht“. Die Reise wurde später zum Bestimmungsort Chengdu in China zum dortigen Wolong Panda Zentrum fortgesetzt.

Der Zwischenstopp der seltenen Gäste in Frankfurt am Main war ein weiteres „Highlight“ für die dort tätigen Tierärztinnen, Tierärzte und technischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ob sich die Pandabären dessen bewusst waren, dass sie eine besondere Attraktion an der TGSH waren, bleibt ein Geheimnis der possierlichen Tiere.

Hintergrundinformationen

Panda-Nachwuchs wird in Wien geboren

Der Zoo Schönbrunn in Wien hat die Option, Panda-Elterntiere „ausleihen“ zu dürfen. Daraus hervorgehende Jungtiere werden im Alter von zwei Jahren in zoologische Einrichtungen nach China überführt. Hier tragen die Jung-Pandas dazu bei, dass die dortigen Bestände durch neues Erbgut vital und gesund bleiben. Inzucht oder Verpaarungen mit hohen verwandtschaftlichen Graden würde relativ schnell dazu beitragen, dass die Tiere erkranken. Zudem ist es wichtig, dass die Pandas in Wien ausreichend Platz zur Verfügung haben. Deshalb müssen aus einer bestehenden Tiergruppe regelmäßig Pandas in andere zoologische Einrichtungen gebracht werden.

Pandas in freier Wildbahn

Der Große Panda (Ailuropoda melanoleuca) wird auch Riesenpanda oder Pandabär genannt. Er zählt zur Familie der Bären (Ursidae) und wird in älterer Literatur auch als Bambusbär oder Prankenbär bezeichnet. Der Pandabär ist das geschützte Symbol des World Wide Fund for Natur (WWF) und steht als Wappentier global für den Artenschutz. Gegenwärtig leben nur noch knapp 2.000 Tiere in freier Wildbahn. Die Großen Pandas kommen überwiegend in den chinesischen Provinzen Sichuan, Gansu und Shanxi in China vor.