20 Jahre Zusammenarbeit mit der Universität Guadalajara, Mexico

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Seminar vor mexikanischen Tierärztinnen und Tierärzten in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Jalisco, Mexiko
Seminar vor mexikanischen Tierärztinnen und Tierärzten in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Jalisco, Mexiko

Seit nunmehr 20 Jahren kooperiert die hiesige Abteilung II (Veterinärmedizin) des LHL mit dem Centro de Ciencias Biologicas y Agropecuarias und dem Cuerpo Academico Fisiopatologia de la Mastitis Bovina der veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Guadalajara im mexikanischen Bundesstaat Jalisco. Guadalajara ist nach Mexico City die zweitgrößte Stadt Mexikos und liegt in einem der viehreichsten Regionen des Landes. Mit 4,4 Mio. Litern kommt fast die Hälfte der in diesem mittelamerikanischen Staat produzierten Milch aus  Jalisco.

Im Rahmen der Kooperation, an dem auch das Dezernat 51.2 (Milchhygieneüberwachung) des Regierungspräsidiums Gießen beteiligt ist, fand und findet ein regelmäßiger Austausch von wissenschaftlichem Personal statt. In der Vergangenheit besuchten hessische Tierärzte der oben genannten Institutionen im Rahmen  verschiedener u.a. durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) geförderter Aufenthalte diese und andere mexikanische Universitäten. In Form von Vorträgen und Seminaren wurden mexikanische Fachkollegen in den Bereichen Mikrobiologie und Milchhygiene geschult. Insbesondere den Erfordernissen angepasste diagnostische Labormethoden sowie Fragen der integrierten Bestandsbetreuung wurden erörtert.

Urkunde der Universidad de Guadalajara
Urkunde der Universidad de Guadalajara

In zahlreichen Gegenbesuchen von mexikanischer Seite konnten erste Erfahrungen in diesen Themengebieten gesammelt werden, um sie dann Vorort zur Verbesserung der Tiergesundheitssituation einzusetzen. Einige Doktorandinnen und Doktoranden aus Deutschland und Mexico konnten in der Vergangenheit im Rahmen besonderer Projekte ihre Dissertationen anfertigen. Die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit ist durch zahlreiche nationale und internationale wissenschaftliche Publikationen belegt. Sogar einige mexikanische Fachbücher sind unter der Mitautorenschaft hiesiger Tierärztinnen und Tierärzte erschienen.

Bleibt zu hoffen, dass die zwei Jahrzehnte andauernde, gute Partnerschaft zukünftig auch nach einem Generationswechsel der Beteiligten ihre Fortsetzung findet.