Praunheimer Fuchs hatte keine Tollwut

Ursache für die Verhaltensstörung konnte eindeutig geklärt werden.

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Fuchs
Fuchs

Der in Frankfurt-Praunheim von der Polizei erschossene männliche Fuchs, der zuvor eine Frau attackierte hatte, war nicht an Tollwut erkrankt.

Das ergaben die am Hessischen Landeslabor durchgeführten Untersuchungen. Vielmehr muss als Ursache für das abnorme Verhalten des Fuchses eine massive Entzündung des Gehirns angenommen werden. Ausgelöst wurde diese durch eine bei europäischen Füchsen, gelegentlich auch Hunden, nicht selten auftretende Infektion durch den Parasiten Angiostrongylus vasorum.

Die Ansteckung erfolgt durch Aufnahme von Larvenstadien der Parasiten beim Fressen von infizierten Nackt- oder Gehäuseschnecken, die als sogenannte Zwischenwirte fungieren. Im Körper wandernde Parasitenlarven und –eier können unter anderem auch Blutgerinnungsstörungen beim infizierten Tier verursachen. Wie im vorliegenden Fall können diese neben verschiedenen inneren Organen auch das Gehirn betreffen. Tritt dann zusätzlich noch eine Besiedlung mit Bakterien auf, entstehen meist schwerere Entzündungen, die auch als ursächlich für die Verhaltensstörung des Praunheimer Fuchses angesehen werden müssen.

Eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit ist weder durch die im vorliegenden Fall nachgewiesenen Parasiten, noch durch die in Folge auftretenden Bakterien gegeben.