Heimtiere im Reiseverkehr

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Husky mit Transportbox
Husky mit Transportbox

Kontrollen der TGSH

Der Frankfurter Flughafen ist der einzige deutsche Eingangsort für Heimtiere, an dem neben der Grenzkontrollstelle auch regelmäßige Reiseverkehrs-Kontrollen durch amtliche Tierärzte durchgeführt werden. Von den Mitarbeitern der TGSH werden jährlich rund 2.000 Email-Anfragen zu den Themen „Hund“„ Katze“, „Dog“, „Cat“ und „Pet“ beantwortet. Durch die intensive Aufklärungsarbeit müssen daher nur wenige Tiere ins Herkunftsland zurückgeschickt werden.

Was müssen Reisende mit Heimtieren beachten?

In der Verordnung (EU) 576/2013 und der Durchführungsverordnung (EU) 577/2013 werden die Anforderungen für das Reisen von Heimtieren in Begleitung festgelegt.
Die aktuellen und verbindlichen Einfuhrvorschriften für Heimtiere sind auf der Homepage des Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) nachzulesen.

Bitte melden Sie die Ankunft mit Ihrem Heimtier in Frankfurt ca. 10 Tage vorab bis mindestens einen Werktag vor Ankunft bei der TGSH unter poststelle.tgsh@lhl.hessen.de an.

Folgende Angaben sind erforderlich:

  • Ihr Name
  • das Herkunftsland
  • die Flugnummer, wenn vorhanden die AWB-Nummer und
  • die Ankunftszeit

Bitte gehen Sie bei der Ankunft beim Zoll durch den ROTEN Gang.

Warum wird kontrolliert? Welche Vorbereitungen sind zu treffen?

1. Vermeidung der Einschleppung von Tollwut

Große Teile des Gebiets der Europäischen Union, darunter auch Deutschland, gelten als frei von silvatischer und urbaner Tollwut. Als silvatische Tollwut wird die Verbreitung der Krankheit durch Wildtiere, wie vor allem Füchse, bezeichnet; die urbane Tollwut beschreibt die Krankheitsübertragung von Haustieren auf den Menschen. Hunde sind die Hauptüberträger auf Menschen. Das Virus wird durch den Speichel der infizierten Tiere übertragen.

Regelmäßige Schutzimpfungen der Haustiere, verpflichtend für Grenzüberschreitungen und die Teilnahme an Veranstaltungen, bei denen viele Haustiere zusammenkommen (z.B. Ausstellungen), sind wesentlich zum Schutz des Menschen. Das für Säugetiere gefährliche Virus verursacht jährlich weltweit rund 55.000 menschliche Todesopfer. Nach Krankheitsausbruch ist die Tollwut unheilbar und verläuft innerhalb von fünf Tagen tödlich. Nur präventive Impfungen bieten Schutz vor dem Ausbruch. Bisher wurden keine tollwütigen Heimtiere über den Frankfurter Flughafen eingeführt.

2. Schutz vor Fuchsbandwurm

Im Europäischen Wirtschaftsraum sind Großbritannien, Irland, Malta, Finnland und Norwegen frei vom Fuchsbandwurm Echinococcus multilocularis. Hunde sind mögliche Überträger dieses für Menschen gefährlichen Parasiten. Daher ist für Hunde, die in diese Länder einreisen wollen, eine Wurmbehandlung vorgeschrieben. Weiterhin ist die Einfuhr von Hunden und Katzen aus Malaysia und Australien wegen der Krankheiten NIPAH und HENDRA reglementiert.

3. Tierschutz

Neben den tiergesundheitlichen Einfuhrbestimmungen sind im Luftverkehr von der Grenzkontrollstelle auch tierschutzrechtliche Anforderungen zu überwachen. Tierschutzgerechte Transportboxen müssen so dimensioniert sein, dass das Tier darin aufrecht stehen und natürlich liegen kann. Sie müssen ausreichend belüftete und mit einem Wassernapf und einer saugfähigen Unterlage ausgestattet sein. Darüber hinaus müssen sie so beschaffen sein, dass sie dem Tier keinen Schaden zufügen und ein Entweichen verhindern.