Eine etwas andere Pferdeabfertigung

_2016_apr_30_lh_cargo_mustang_makeover__SWF8219_lores.jpg

Mustang
Mustang

Bereits seit vielen Jahren gibt es in den USA eine Veranstaltung, die dort unter dem Motto „Mustang Makeover“ bekannt ist. Nun kommt dieses Event erstmals nach Deutschland. Intention ist, die Rasse in Europa bekannt zu machen und so auf die Situation der Pferde in den USA hinweisen.

Durch Überpopulation und Einschränkung der natürlichen Lebensräume wird das Nahrungsangebot für die wildlebenden Pferde in den USA immer knapper. Seit den 1970er Jahren ist das Bureau of Land Management (BLM) für den Schutz und Erhalt der Mustang-Population zuständig. Jedes Jahr werden Mustangs eingefangen und in Auffangstationen gebracht, damit die Herden nicht zu groß werden. Dort warten die Tiere auf ihre Vermittlung an Pferdeliebhaber. Die Zahl der Vermittlungen ist jedoch deutlich geringer als die Anzahl an Pferden.

Am 30. April 2017 sind 15 Mustang-Stuten in Frankfurt gelandet. Die Tiere sollten anschließend auf 15 verschiedene Trainer der unterschiedlichsten reiterlichen Sparten verlost, 90 Tage später im Rahmen des CHIO in Aachen vorgestellt und anschließend auf einer Auktion versteigert werden.

Die Mustangs wurden aus den erwähnten Auffangstationen gekauft und in den USA auf den Export vorbereitet: Im geschützten Raum mit Hilfspersonal lernten die Wildpferde, dass Führen, Anbinden und Verladen nicht mit Gefahr verbunden sind. In Deutschland angekommen, wurden die Tiere sehr behutsam aus den Containern entladen, jeglicher Druck wurde dabei vermieden. Alle Personen, die in den Transport der Mustangs involviert waren, wurden auf diese besondere Situation vorbereitet. Alles in allem gestaltete sich das Handling sehr aufwendig und war nicht vergleichbar mit einer üblichen Pferdesendung.