Tote Nilgänse aus Frankfurt an Botulismus verendet

nilgänse © haiderose - Fotolia.com_.jpg

Nilgänse

Drei der in einem Frankfurter Park aufgefundenen toten Nilgänse wurden am 25. Juli dem Hessischen Landeslabor zur Untersuchung eingeschickt. Inzwischen liegt das abschließende Obduktionsergebnis vor.

Untersuchungsergebnisse

Die Kadaver waren aufgrund der hochsommerlichen Temperaturen in einem so schlechten Erhaltungszustand, dass bei einem Tier keine Beurteilung der Todesursache mehr möglich war. Bei den beiden anderen Nilgänse konnten keinerlei Hinweise auf eine Gewaltanwendung jedweder Art vor Eintritt des Todes festgestellt werden. Die bei einem dieser beiden Tiere festgestellten Verletzungen sind mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auf einen Tierfraß zurückzuführen, der nach dem Tod stattgefunden hat. Aufgrund der Bissspuren wird am ehesten ein Fuchs in Betracht gezogen.

Den Laborbefunden zufolge ist die Todesursache bei beiden Tieren der so genannte Botulismus des Wassergeflügels. Hierbei handelt es sich um eine bakterielle Vergiftung. Verursacher ist eine in der Umwelt weit verbreitete Bakterienart Clostridium botulinum. Diese Clostridien produzieren einen schon in geringsten Mengen tödlich wirkenden Giftstoff. Bei beiden Nilgänsen konnte das Gift in den untersuchten Organproben zweifelsfrei nachgewiesen werden.

Hintergrund

Vor allem in warmen Sommermonaten treten bei wildlebenden Wasservögeln immer wieder auch vermehrt durch Botulismus hervorgerufene Todesfälle auf. Dabei bestimmen Menge und Dauer der Giftaufnahme den Krankheitsverlauf. Schon geringste Mengen des hochwirksamen Giftes verursachen bereits nach drei bis 72 Stunden Lähmungserscheinungen der Kopf-, Hals- und Gliedmaßenmuskulatur. Die Tiere können dadurch weder Wasser noch Futter aufnehmen und werden schließlich bewegungsunfähig. Der Tod tritt dann meist durch Lähmung des Atemzentrums ein.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Roy Ackmann
Postadresse: Postfach 10 06 52, 35336 Gießen
Telefon: 0641/4800-5305
Fax: 0641/4800-5301
E-Mail: pressestelle@lhl.hessen.de

Landesbetrieb Hessisches Landeslabor
Schubertstraße 60
35392 Gießen