Landeslabordirektor Hubertus Brunn geht in den Ruhestand

Der 67jährige war über 39 Jahre für die hessische Veterinärverwaltung tätig und zuletzt Direktor des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor. Staatssekretärin Tappeser würdigte seine Verdienste um den gesundheitlichen Verbraucherschutz.

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Landeslabordirektor Brunn nimmt von Staatssekretärin Tappeser die Entlassungsurkunde entgegen
Landeslabordirektor Brunn nimmt von Staatssekretärin Tappeser die Entlassungsurkunde entgegen

Dr. Beatrix Tappeser, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, hat heute Professor Dr. Hubertus Brunn mit Wirkung zum 1. November 2018 in den wohlverdienten Ruhestand versetzt. Der 67jährige war über 39 Jahre für die hessische Veterinärverwaltung tätig und zuletzt Direktor des Landesbetriebs Hessisches Landeslabor (LHL).

Der studierte Diplomchemiker und Biochemiker Brunn hat am Fachbereich Agrarwissenschaften, Ökotrophologie und Umweltmanagement der Justus-Liebig-Universität Gießen auf dem Gebiet lebensmittelanalytischer und toxikologischer Fragestellungen habilitiert. Im Jahr 1979 trat er seinen Dienst im damaligen Staatlichen Veterinäruntersuchungsamt Gießen an, wurde 1998 zunächst zum Leiter des Staatlichen Medizinal-, Lebensmittel- und Veterinäruntersuchungsamtes Mittelhessen ernannt und übernahm 2001 die Leitung des Staatlichen Untersuchungsamtes Hessen. Als 2005 der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor mit Standorten in Kassel, Bad Hersfeld, Gießen, Frankfurt und Wiesbaden gegründet wurde, übernahm Brunn als Direktor dessen Leitung.

Staatssekretärin Tappeser bezeichnete Brunn als eine herausragende Persönlichkeit mit großem Sachverstand und Führungsqualitäten, dessen Arbeit immer von einer großen Neugier geprägt war Antworten auf neue Sachverhalte zu finden. „Ich gratuliere Ihnen zu einer langen und erfolgreichen Karriere. Mit Leidenschaft und unbedingtem Erfolgswillen haben Sie es verstanden, die zu Beginn des neuen Jahrhunderts weitgehend zersiedelte, hessische Laborlandschaft in eine schlagkräftige Einheit für den gesundheitlichen Verbraucherschutz zu verwandeln. Dafür gebührt Ihnen unser aller Anerkennung und der Dank der Hessischen Landesregierung“, sagte Tappeser. „Der Dank gilt aber auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zu diesem Erfolg beigetragen haben. Das war eine großartige Teamleistung“, lobte die Staatssekretärin. „Das Landeslabor erfüllt eine sehr wichtige Aufgabe. Schade, dass es meist nur dann die ihm gebührende Aufmerksamkeit erhält, wenn es um Lebensmittelskandale oder Tierseuchen geht. Auch in Anbetracht dieser Umstände haben Sie immer dafür gesorgt, dass Tatsachen und nicht Sensationen in den Schlagzeilen stehen. Ich wünsche Ihnen alles erdenklich Gute für Ihren neuen Lebensabschnitt“, so Tappeser.

Neben seinen Tätigkeiten im Dienste des Verbraucherschutzes fühlte sich Hubertus Brunn auch stets der Forschung und Lehre an der Universität Gießen verpflichtet, an der er ab 1989 zunächst als Privatdozent lehrte und seit 1995 als außerplanmäßiger Professor tätig ist. So verwundert es nicht, dass am LHL in Kooperation mit hessischen Hochschulen zahlreiche Diplom-, Master- und Doktorarbeiten betreut wurden und werden, und in den Jahren 2015 und 2017 zwei wissenschaftliche Mitarbeiter des LHL an den Fachbereichen Biologie und Chemie sowie Veterinärmedizin der Universität Gießen habilitiert haben. Professor Brunn beabsichtigt, auch im Ruhestand seine Lehrtätigkeit an der Justus-Liebig-Universität fortzusetzen.

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