Glühwein und Kinderpunsch überwiegend einwandfrei

Hessisches Landeslabor hat 120 Proben von hessischen Weihnachtsmärkten und aus dem Handel untersucht.

RS10619_Gluehwein © Torsten Schon - Fotolia.com_.jpg

Symbolbild Glühwein

In der diesjährigen Vorweihnachtszeit wurden bislang insgesamt 120 Weihnachtsprodukte überprüft. Darunter befanden sich 51 Proben Kinderpunsch, 39 Proben Glühwein, 24 Proben Fruchtglühwein, vier Proben Fruchtwein sowie zwei Proben Fruchtsaft. Die Mehrzahl der Proben (55 Prozent) wurde bei Verkaufsständen auf Weihnachtsmärkten genommen. Bei den restlichen Proben handelt es sich um verpackte Ware aus dem stationären Handel.

Die Untersuchungsschwerpunkte der lose angebotenen heißen Getränke sowie ihrer zugehörigen kalten Vergleichsproben lagen auf der Bestimmung der sensorischen Beschaffenheit, des Gehaltes an Hydroxymethylfurfural (HMF), sowie des Gehaltes an dem Schimmelpilzgift Ochratoxin A. Ein Nachweis von HMF bedeutet, dass der betreffende Glühwein zu lange erhitzt wurde. Dies äußert sich auch in dem so genannten „Kochgeschmack“.

„Die Ergebnisse unserer bisherigen Untersuchungen zeigen, dass mit Ausnahme von drei Glühweinerzeugnissen und drei Proben Kinderpunsch die untersuchten Proben keinen Anlass zur Beanstandung hinsichtlich des HMF-Gehaltes gaben. Dies ist der verbreiteten Verwendung von Durchlauferhitzern zur kurzzeitigen Erwärmung der Erzeugnisse geschuldet“, teilte die Leiterin der Abteilung Lebensmittel des Landeslabors, Monika Blum, in Wiesbaden mit. „Die Überprüfung der Proben auf den Gehalt an dem Schimmelpilzgift Ochratoxin A, das beispielsweise durch falsche Lagerung der Weintrauben oder der Maische entstehen kann, ergab keinerlei Auffälligkeiten“, so Blum.

„Bei den in Fertigpackungen angebotenen Getränken haben wir auch die Kennzeichnung der Ware kontrolliert. In diesem Zusammenhang fielen lediglich eine Probe Kinderpunsch aufgrund der fehlenden Anschrift des verantwortlichen Lebensmittelunternehmers sowie eine Fruchtglühweinprobe aufgrund nicht korrekter Bezeichnung des Lebensmittels auf“, sagte die Lebensmittelchemikerin. „Auch wenn unsere Untersuchungen noch nicht sämtlich abgeschlossen sind, können den bisherigen Ergebnissen zufolge die Hessen Glühwein und Kinderpunsch bedenkenlos genießen“, lautet das erfreuliche Fazit von Monika Blum.

Kontakt für Pressevertreter
Pressesprecher: Herr Dr. Roy Ackmann
Postadresse: Postfach 10 06 52, 35336 Gießen
Telefon: 0641/4800-5305
Fax: 0641/4800-5301
E-Mail: pressestelle@lhl.hessen.de

Landesbetrieb Hessisches Landeslabor
Schubertstraße 60
35392 Gießen