Backwaren

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Hefezopf
Hefezopf

"Schummelkäse" oder echter Käse?

Ein Hauptziel der durchgeführten Untersuchungen im Sachgebiet ist der gesundheitliche Verbraucherschutz und insbesondere der Schutz vor Täuschung (Food Fraud). So werden regelmäßig die Mengen wertgebender Bestandteile in Lebensmitteln wie Butter, Schokolade oder Nüsse bestimmt und die Proben auf  die Verwendung von Imitaten (Analogkäse) hin überprüft. Die durchgeführten Nachweise sind geeignet, beispielsweise die Verwendung von anderen Fetten und Ölen in Produkten, die in ihrer Bezeichnung die Auslobung „Butter“ enthalten oder die Verwendung von kakaohaltiger Fettglasur bei der Herstellung von qualitativ hochwertigen Backwaren wie Baumkuchen oder Florentinern aufzuzeigen. Ebenfalls wird die Einhaltung von vorgegebenen Mindestgehalten an Sahne, Früchten und anderen Zutaten. überprüft.

Kontaminanten

Neben diesen Analysen wird regelmäßig die Einhaltung der Vorgaben aus Kontaminantenhöchstmengen-VO bei z.B. Aflatoxinen oder Ochratoxinen bei Backzutaten (z. B. Nüsse, Trockenfrüchte) zu ermitteln.

Beim Backprozess kann während der Herstellung von Lebkuchen und Spekulatius, abhängig von Zutaten und Erhitzungsdauer und –temperatur, potenziell carcinogenes Acrylamid gebildet werden. Daher wird im LHL regelmäßig die Einhaltung der diesbezüglichen Richt-und Signalwerte überprüft sowie kontrolliert, ob und die Maßnahmen zur Verringerung der Acrylamid-Gehalte Wirkung zeigen.

Im Bereich Gebäck nimmt die Analyse von zimthaltigen Produkten auf Cumarin sowie die Analyse von Laugengebäck, welches bei unsachgemäßer Handhabung auf Aluminiumblechen erhöhte Mengen dieses Metalles aufweisen kann, einen hohen Stellenwert ein.

Mikrobiologie

Die Überprüfung der einwandfreien mikrobiologischen Beschaffenheit von Feinen Backwaren (z.B. Sahnetorten),  sowie die Analyse von Pestiziden in Getreideprodukten stehen ebenfalls regelmäßig auf dem Untersuchungsprogramm.

Fertiggerichte auf dem Prüfstand

Im Bereich der Fertiggerichte sei beispielhaft die Untersuchung auf die Verwendung von Pferdefleisch genannt, die in regelmäßigen Abständen durchgeführt wird.

Zum Einsatz gelangen hier unter anderem moderne Untersuchungsmethoden wie UPLC-MS-MS, hier sei beispielhaft die Untersuchung auf das Mycotoxin Citrinin oder das Kartoffelalkaloid Solanin genannt.

Einen weiteren Schwerpunkt stellt die Überprüfung die Kennzeichnung von sogenannter „Loser Ware“ und Fertigpackungen in Bezug auf nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben, Herkunfts-, Bio- und Allergenangaben sowie den übrigen Vorgaben der Lebensmittelinformationsverordnung da.

Komplettiert wird das Aufgabengebiet durch Unterstützungsleistungen bei Betriebskontrollen und der Untersuchung von zahlreichen Verbraucherbeschwerden.