Bedarfsgegenstände

RS7931_Babyschuhe © Melking - Fotolia.com_.jpg

Babyschuhe
Babyschuhe

Was sind Bedarfsgegenstände?

Zu den Bedarfsgegenständen zählen Produkte, die dazu bestimmt sind, mit Lebensmitteln, mit den Schleimhäuten des Mundes oder mit der Haut des menschlichen Körpers in Kontakt zu kommen; Beispiele hierfür sind: Lebensmittelverpackungen, Besteck, Bekleidung und Schmuck. Auch Spielwaren und Scherzartikel, Reinigungs- und Pflegemittel sowie Raumlufterfrischer gehören zu den vielfältigen Gegenständen, die in diesem Sachgebiet bearbeitet werden.

Was wird geprüft?

Bei diesen Produkten wird insbesondere geprüft, ob Stoffe enthalten sind, die auf Lebensmittel oder den menschlichen Körper übergehen können und dadurch ein gesundheitliches Risiko darstellen. So wird u.a. Bekleidung auf verbotene Azofarbstoffe, die krebserregende Amine abspalten können, untersucht. Lederwaren wie Schuhe oder Handschuhe werden auf lösliche Chrom (VI)-Verbindungen getestet, welche allergische Hautekzeme auslösen können. Auch Nickel führt bei sensibilisierten Personen zu Hautekzemen, daher werden Mode- und Piercingschmuck sowie Gürtel-/Schuhschnallen und Metallnieten auf deren Nickellässigkeit getestet. Ferner wird Modeschmuck auch auf die verbotenen Schwermetalle Cadmium und Blei geprüft.

Bei Raumlufterfrischern, Wasch- und Reinigungsmitteln wird insbesondere auf die Verwendung von allergenen Duftstoffen geprüft sowie auf die Einhaltung der speziellen Anforderungen an ihre Kennzeichnung. Bei Spielwaren aus PVC liegt das Augenmerk auf verbotenen Weichmachern (Phthalsäureester), welche eine hormonähnliche Wirkung haben.

Aber auch andere Materialien können gesundheitsgefährdende Verbindungen enthalten: So werden Holzspielwaren beispielsweise auf Formaldehyd untersucht, welches als wahrscheinlich krebserregend eingestuft ist. Fasermaler (Filzstifte) können Benzol enthalten, das ebenfalls krebserregend ist.

Auch werden Spielwaren auf die Abgabe von gesundheitlich bedenklichen Schwermetallen untersucht. Bei der Gruppe der Lebensmittelbedarfsgegenstände wie Geschirr, Kochutensilien und Verpackungen wird auf den möglichen Übergang von gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Schwermetallen (insb. bei Glas, Keramik oder Metall) oder Melamin und Formaldehyd sowie aromatischen Aminen (bei bestimmten Kunststoffen) untersucht.

Von Papierverpackungen aus Recyclingmaterial können gesundheitlich bedenkliche Mineralölbestandteile (MOSH, MOAH) die Lebensmittel verunreinigen. Aus der Bedruckung können Fotoinitiatoren durch Abklatsch (z.B. beim Stapeln von Bechern) oder auch durch die bedruckte Verpackung hindurch auf die darin enthaltenen Lebensmittel übergehen.