Nationaler Rückstandskontrollplan

Der Nationale Rückstandskontrollplan (NRKP) wird jedes Jahr vom BVL für die Bundesländer neu erstellt. Er enthält Vorgaben für die Probenplanung, die Überwachung, die Laboruntersuchungen, die Verfahren nach Mitteilung eines Rückstandsbefundes, die Berichterstattung und die Mindestproben-zahlen für jedes Bundesland. Grundlage für die Erstellung des Nationalen Rückstandskontrollplans sind die Richtlinie 96/23/EG und die Entscheidung 97/747/EG.

Bei den festgelegten Mindest- Probenzahlen wird zwischen Probennahmen in Erzeugerbetrieben und Probennahmen in Schlachtbetrieben unterschieden. In Erzeugerbetrieben werden Proben von lebenden Tieren wie Blut, Urin, Milch oder Eier, sowie Futtermittel und Tränkwasser untersucht. In Schlachtbetrieben werden die zur Vermarktung bestimmten Schlachtprodukte wie Fleisch und Innereien, aber auch Blut und Urin der Schlachttiere untersucht, um die Anwendung von Tierarznei-mitteln oder verbotenen Stoffen festzustellen oder auszuschließen.