Persistente Organochlor-Pestizide

Persistente Organochlorpestizide sind chlorhaltige Kohlenwasserstoffverbindungen, welche als Insektizide oder Fungizide in großen Mengen produziert und über viele Jahre angewendet wurden. Zu Ihnen gehören die Persistent Organic [JF1] Pollutants (POP): Aldrin, Dieldrin, DDT, Chlordan, Endosulfan, Camphechlor (Toxaphen), Endrin, Heptachlor, Hexachlorbenzol (HCB), Lindan (γ-HCH) und Mirex. Die Zulassung zur Anwendung als Pflanzenschutzmittel in der EU wurde spätestens im Jahr 2001 zurückgenommen. Aufgrund ihrer Persistenz konnten sich diese Stoffe weltweit in der Umwelt verbreiten und gelangen durch ihre Fettlöslichkeit über die Nahrungsketten insbesondere in Lebensmittel tierischen Ursprungs wie Fisch, Fleisch, Milch und Eier.

Persistente Organochlorpestizide_DDT und DDE

IV_Persistente Organochlorpestizide_DDT und DDE

Am häufigsten werden Rückstände von DDT und dies in Form seines Abbauprodukts pp-DDE nachgewiesen. Besonders betroffen sind fetthaltige Lebensmittel aus der freien Wildbahn (z.B. Fische und Wildschweine). Die Gehalte sind jedoch i.d.R. deutlich unter den zulässigen Höchstgehalten. Die Organochlorpestizide weisen nur eine relativ geringe akute Toxizität auf. Problematischer ist ihre allmähliche Anreicherung im Organismus und daraus resultierende chronische Effekte. So gehört das DDT zur Gruppe der endokrinen Disruptoren. Dies sind Stoffe, die durch eine Veränderung des Hormonsystems die Gesundheit schädigen können, wenn sie in einer wirksamen Dosis in den Körper gelangen.

Hessen-Suche