Nährstoffe

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Düngemittel
Düngemittel

Für die Analytik einiger der in der DüMV aufgeführten anorganischen Parameter stehen im Sachgebiet IV.3.3 des LHL unterschiedliche Analysenmethoden zur Verfügung. Einige Methoden sind sehr spezifisch und können nur auf ein Element angewendet werden, andere Methoden können ein ganzes Spektrum an Elementen quasisimultan erfassen und werden daher als „Multielement-Methoden“ bezeichnet.

Um solche Analysen ausführen zu können, müssen die Proben zunächst aufgeschlossen oder extrahiert werden, so dass sie in flüssiger Form vorliegen und keine festen Bestandteile, die die Analysengeräte verstopfen könnten, mehr enthalten.

Primärnährstoffe

Die Primärnährstoffe Phosphor (P) und Kalium (K) werden mittels „Atomemissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma“ (ICP-OES) analysiert.

Teilweise erfolgt eine Umrechnung in die oxidische Form.

Sekundärnährstoffe

Die Sekundärnährstoffe Calcium (Ca), Magnesium (Mg) und Schwefel (S) werden ebenfalls mittels ICP-OES analysiert.

Teilweise erfolgt eine Umrechnung in die oxidische Form.

Spurennährstoffe

Für die Analytik der Spurennährstoffe Bor (B), Eisen (Fe), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo) und Zink (Zn) stehen zwei spektrometrische Methoden („Massenspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma“ (ICP-MS) und ICP-OES), bei denen es sich um Multielement-Methoden handelt, zur Verfügung. Die Auswahl des jeweils am besten geeigneten Verfahrens hängt von der  Größenordnung der Elementgehalte sowie von Matrixeffekten ab.

Schadstoffe nach DüMV

Für die in der DüMV als „Schadstoffe“ bezeichneten Elemente besteht oberhalb bestimmter Schwellenwerte eine Deklarationspflicht. Außerdem werden in der Verordnung jeweils maximale Grenzwerte, die nicht überschritten werden dürfen, festgelegt.

  • Blei (Pb), Cadmium  (Cd) und Nickel (Ni)

Diese Elemente können mittels der beiden spektrometrischen Multielement-Methoden ICP-MS und ICP-OES analysiert werden. Die Auswahl des jeweils am besten geeigneten Verfahrens hängt von der  Größenordnung der Elementgehalte sowie von Matrixeffekten ab.

  • Thallium (Tl)

Der Gehalt dieses Schadstoffes wird mittels ICP-MS analysiert.

  • Arsen (As)

Der Arsengehalt wird mittels eines elementspezifischen Verfahrens –„ Hydridgenerierungs-Atomabsorptionsspektrometrie“ (Hg-AAS) – erfasst.

  • Quecksilber (Hg)

Für die Analyse des Quecksilbergehalts stehen zwei atomabsorptionsspektrometrische Kaltdampf-Verfahren (mit und ohne Anreicherung) zur Verfügung. Sowohl die „Kaltdampf-Atomabsorptions-Spektrometrie“ (CV-AAS) als auch das „Amalgamsystem“ sind elementspezifisch, so dass im Vergleich zu den Multielementverfahren nur wenige Störungen der Messung auftreten.