Klärschlamm

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Klärschlamm
Klärschlamm

Werden in den untersuchten Böden die in der AbfKlärV festgelegten Grenzwerte für die Elemente Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Nickel (Ni), Quecksilber (Hg) oder Zink (Zn) überschritten, ist das Aufbringen von Klärschlamm auf landwirtschaftlich oder gärtnerisch genutzte Böden verboten. Ebenso gilt ein Aufbringungsverbot, wenn im Klärschlamm selber die hierfür festgelegten Grenzwerte dieser Elemente überschritten werden.

Für die Analytik der in der Verordnung aufgeführten anorganischen Parameter stehen im LHL unterschiedliche Analysenmethoden zur Verfügung. Einige Methoden sind sehr spezifisch und können nur auf ein Element angewendet werden, andere Methoden können ein ganzes Spektrum an Elementen quasisimultan erfassen und werden daher als „Multielement-Methoden“ bezeichnet.

Um solche Analysen ausführen zu können, müssen die Proben zunächst aufgeschlossen oder extrahiert werden, so dass sie in flüssiger Form vorliegen und keine festen Bestandteile, die die Analysengeräte verstopfen könnten, mehr enthalten.

  • Blei (Pb), Cadmium (Cd), Chrom (Cr), Kupfer (Cu), Nickel (Ni),  Zink (Zn)

Diese Elemente können mittels der beiden spektrometrischen Multielement-Methoden ICP-MS und ICP-OES analysiert werden. Die Auswahl des jeweils am besten geeigneten Verfahrens hängt von der  Größenordnung der Elementgehalte sowie von Matrixeffekten ab.

  • Quecksilber (Hg)

Für die Analyse des Quecksilbergehalts stehen zwei atomabsorptionsspektrometrische Kaltdampf-Verfahren (mit und ohne Anreicherung) zur Verfügung. Sowohl die „Kaltdampf-Atomabsorptions-Spektrometrie“ (CV-AAS) als auch das „Amalgamsystem“ sind elementspezifisch, so dass im Vergleich zu den Multielementverfahren nur wenige Störungen der Messung auftreten.