Eliminierung von Tierarzneimitteln durch effektive Güllebehandlung

Antibiotika werden in großem Maßstab in der Nutztierhaltung eingesetzt. Im Jahr 2012 betrug die Abgabemenge in Deutschland 1619 Tonnen. Nach Verabreichung über Futter oder Trinkwasser wird ein Großteil der Verbindungen unverändert über Urin und Kot wieder ausgeschieden. Durch die Verwendung von Gülle und Festmist als Wirtschaftsdünger gelangen Antibiotika in die Umwelt. Bislang liegen nur unzureichende Erkenntnisse darüber vor, wie sich diese Substanzen dort verhalten (Sorption im Boden, Auswaschung ins Grundwasser u.a.) oder ob die Bildung von Resistenzen durch die Wirkstoffe gefördert wird.

Die mit der Universität Gießen durchgeführte Facharbeit soll eine umfassende Untersuchung über das Verhalten von Antibiotika im Fermentationsprozess liefern. Durch die begleitenden Studien können Aussagen darüber getroffen werden, welche Prozesse an einer Eliminierung der Verbindungen beteiligt sind und welche Produkte dabei entstehen. Damit stehen am Projektende Handlungsempfehlungen für den Betrieb von Biogasanlagen zur Verfügung, die sowohl den Aspekt der Wirtschaftlichkeit als auch die Reduzierung des Antibiotika-Eintrags in die Umwelt berücksichtigen.

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